Ohne Hund in den Urlaub: Die passende Betreuung finden
Die Vorfreude steigt, der lang ersehnte Urlaub rückt näher. Möglicherweise wird es einmal nicht der Campingplatz an der Ostsee, sondern ein fernes Urlaubsziel in Südeuropa? Sonne, Strand und Palmen erwarten dich! Doch schnell mischen sich Zweifel in die Urlaubspläne: die anstrengende Anreise, strenge Einreisebestimmungen, streunende Tiere vor Ort und mögliche Gesundheitsrisiken. Deine Gedanken kreisen und am Ende steht die Entscheidung fest: Deinem Vierbeiner möchtest du all das nicht zumuten. Doch wohin mit deinem Hund im Urlaub? Erfahre, wo dein Liebling zuverlässig versorgt wird und vor allem, wo es ihm wirklich gut geht!
Zusammenfassung
- Die passende Urlaubsbetreuung für deinen Hund hängt von seinem Alter, Charakter, seinen Bedürfnissen und der Reisedauer ab und sollte frühzeitig geplant werden.
- Gerade in der Ferienzeit sind gute Tierpensionen schnell ausgebucht, während außerhalb der Saison oft mehr Flexibilität und manchmal günstigere Konditionen möglich sind.
- Ein Probetag oder Besuch vor Ort hilft dir einzuschätzen, ob die Betreuung wirklich zu deinem Hund passt und gibt dir ein sicheres Gefühl für den Urlaub.
Urlaubsbetreuung für den Hund: Was muss ich beachten?
Du kennst deinen Liebling am besten und kannst am ehesten abschätzen, welche Art der Betreuung die beste für euch ist. Einige Fragen helfen dir bei der Entscheidung:
- Ist mein Hund alt genug, um von jemand anderem betreut zu werden?
Beispiel: Als frischgebackener Tierbesitzer fällt die Trennung ohnehin schwer, doch tatsächlich ist dein Welpe oder pubertierendes Jungtier auch bei dir am besten aufgehoben. Möchtest du allein verreisen, verschiebe deine Reisepläne eher um einige Monate, bis dein Liebling ausgewachsen ist. Das ist auch für dich entspannter.
- Passt die Betreuungsform für die Dauer meines Urlaubs?
Beispiel: Dein bester Kumpel ist zwar ein absoluter Hundenarr, aber kaum ganztägig zu Hause? Dann ist er vermutlich nicht die erste Wahl.
- Hat mein Hund besondere Bedürfnisse, die nicht überall erfüllt werden können?
Beispiel: Lebt deine Schwester im dritten Stock ohne Aufzug und dein Hund kann keine Treppen mehr steigen, wäre die Unterbringung dort nicht optimal.
- Ist mein Tier gesellig und charakterlich geeignet, um über einen längeren Zeitraum mit anderen Tieren zusammen zu sein?
Beispiel: Deine Hündin Wilma hat schon 11 Jahre auf dem Buckel und gern ihre Ruhe. Hier ist jemand, der zweimal am Tag nach dem Rechten sieht, vermutlich die beste Option.
Unser Tipp: Bist du dir im Klaren darüber, was dein Liebling braucht, kannst du gezielt nach passenden Betreuungsmöglichkeiten suchen. Und fängst du früh genug damit an, steigen die Chancen, dass du weniger Kompromisse bei der Lösung eingehen musst – sei es, weil beim beliebtesten Tiersitter der Stadt noch genug Plätze frei sind oder sich deine Freundin ein paar Tage frei nehmen kann, um deinen Liebling zu bespaßen.
Familie und Freunde: Oft die erste Wahl
Für viele Hundehalter sind Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn die beste Option, ihre Fellnasen gut versorgt zu wissen. Der Vorteil: Dein Haustier kennt diese Personen bereits und auch sie kennen dein Tier und seine Eigenarten.
Viele Hunde haben oft weniger Schwierigkeiten den Ort zu wechseln als Katzen. Deine Fellnase könnte daher möglicherweise auch bei Freunden oder Familie zu Hause betreut werden, wenn sie Umgebung und Personen gut genug kennt. Vielleicht bietet es sich auch an, dass Freunde oder Familie bei dir “einhüten”? Die Vorteile: Die Infrastruktur bei dir zu Hause ist vorhanden, es kostet nichts (der ein oder andere freut sich aber sicher über eine ortstypische Delikatesse oder ein anderes Mitbringsel aus dem Urlaub) und du kannst jederzeit sicher sein, dass es deinem Liebling gut geht.
Tierpension als Urlaubsbetreuung für den Hund
Eine zweite Option sind Tierpensionen. Bewertungen, Erfahrungen anderer und ein Besuch vor Ort helfen dir, eine vertrauenswürdige Hundepension zu finden.
Betreut wird dein Vierbeiner mindestens von sachkundigen Personen (die einen entsprechenden Nachweis erbringen müssen), oft handelt es sich sogar um Tierpfleger oder Tierarzthelfer, die liebevoll und engagiert alles daran setzen, dass sich dein Liebling wohl fühlt. Sie versorgen die Tiere nicht nur, sondern übernehmen auch die Fellpflege, verwöhnen sie mit Streicheleinheiten und spielen mit ihnen.
Reist du in den Ferien, ist es ratsam, sich schon frühzeitig einen Betreuungsplatz zu sichern. In der Nebensaison ist es oft etwas einfacher, auch spontan einen freien Platz zu bekommen (z. B. für einen Kurztrip ohne Hund am Wochenende).
Ab wann werden Tiere aufgenommen?
Ab wann Hunde aufgenommen werden können, ist je nach Tierpension unterschiedlich: Manche Betreiber nehmen Hunde beispielsweise schon ab 3 Monaten auf. Die Eingewöhnung fällt deinem Liebling dann womöglich leichter, da die Personenbindung in diesem Alter noch nicht so stark ausgeprägt ist. Bei anderen müssen die Hunde mindestens 6 Monate alt sein. Doch da auch du dein Hundebaby vermutlich schmerzlich vermissen würdest, ist die beste Option noch immer, größere Reisen zu vertagen, bis die Kleinen gut ein Jahr alt sind.
Wie viel kostet eine Tierpension?
Bei den Kosten für eine Tierpension musst du für deinen Hund mit etwa 20-50 Euro am Tag rechnen. Der Gesamtpreis für eine ganze Woche liegt in Summe oft etwas unter dem normalen Tagespreis.
Unser Tipp: Hast du eine Tierpension in deiner Nähe, dann vereinbare doch einfach mal einen Probetermin, schau dir vor Ort alles genau an und lerne die Betreuer kennen. Dann bekommst du am ehesten ein Gefühl dafür, ob eine Betreuung hier für dich in Frage kommt.
Tierheim als Urlaubsbetreuung für den Hund
Einige Tierheime bieten ebenfalls Urlaubsbetreuung für Hunde an. Bestenfalls bekommen die Tiere hier ihr eigenes kleines Reich für die Dauer des Aufenthalts zugewiesen und werden von ausgebildeten Tierpflegern umsorgt. Bei einem guten Personalschlüssel sind Kuschelstunden und Toberunden inklusive. Es lohnt sich aber, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, bevor du einen Betreuungsvertrag abschließt.
Einige Tierheime bieten auch eine Betreuung für deinen Hund zu Hause an. Frag einfach mal vor Ort nach! Die Preise liegen häufig eher im Bereich von etwa 30 € pro Nacht oder mehr, je nach Service und Region.
Tierbetreuer für den Urlaub ohne Hund
Eine weitere Möglichkeit stellen Tierbetreuer wie Hundesitter dar, die deinen Liebling anstelle von Familie oder Freunden zu Hause betreuen. Leidenschaftliche Hundeliebhaber findest z. B. über Portale im Internet. Die meisten verfügen über jahrelange Erfahrung im Umgang mit Hunden. Professionelle Tiersitter punkten mit einem Sachkundenachweis und dürfen im Gegensatz zu privaten Helfern für ihren Dienst auch entlohnt werden. Im Versicherungsfall bist du hier über die betriebliche Hundehaftpflicht des Hundesitters abgesichert. Sie besuchen deine Fellnase beispielsweise zweimal täglich oder sind sogar bereit, auch mal über Nacht zu bleiben. Die Kosten für einen Tierbetreuer liegen heute meist zwischen etwa 25 und 40 Euro pro Tag, Übernachtungen sind entsprechend teurer.
Unser Tipp: Natürlich muss die Chemie zwischen euch stimmen. Daher starte früh genug mit der Tiersitter-Suche, beschnuppert euch, testet die Betreuung einige Male und bestenfalls hast du nicht nur für den nächsten Urlaub eine verlässliche und kompetente Betreuung, sondern auch für zwischendurch einen fürsorglichen Helfer gewonnen.
Urlaub ohne Hund und ohne schlechtes Gewissen
Den wenigsten Hundebesitzern fällt es leicht, ihren Liebling zurückzulassen und entspannt in den Urlaub zu fahren. Oft reist das schlechte Gewissen mit: „Geht’s meinem Liebling wirklich gerade gut? Ich kenne ihn doch am besten …” Doch wer eine gute Lösung gefunden hat, der muss sich keine Sorgen machen. Denn Urlaub ohne Hund bietet für beide Seiten Vorteile:
- Toben mit Artgenossen: Viele Hunde genießen es, wenn sie Gelegenheit haben, mit ihren Artgenossen herumzutollen.
- Unnötige Strapazen ersparen: Gerade das Reisen mit Hund kann durchaus anspruchsvoll sein. Vor allem bei einer Flug- oder Schiffsreise sind die Strapazen für Vierbeiner nicht zu unterschätzen. Ein Flug im Frachtraum ist sicherlich nicht für jeden Hund problemlos und eine Fährüberfahrt mit Seekrankheit ist auch kein Vergnügen für deinen Liebling.
- Urlaub mit Erholungswert: Du hast einen Senior zu Hause und würdest gerne Aktivurlaub in den Alpen machen? Oder du planst einen entspannten Poolurlaub, aber dein Wunsch-Hotel ist weder besonders hundefreundlich, noch gibt es einen Hundestrand? Auch dann ist getrennter Urlaub durchaus empfehlenswert, denn schließlich müssen auch Frauchen und Herrchen mal ausspannen und Kraft tanken. Dann ist der gemeinsame Alltag zu Hause hinterher wieder umso schöner.
Fazit: Die schönste Zeit des Jahres darf auch mal ohne deinen Liebling stattfinden. Entgegen der weitläufigen Meinung vieler Menschen ohne Haustiere muss niemand auf seinen Urlaub verzichten, nur weil er liebenswerten Fellnasen ein Zuhause schenkt. In der Regel lässt sich eine gute Lösung für deinen Vierbeiner finden. Erzähl uns von deiner ganz persönlichen Lösung für die Urlaubszeit: Wo verbringt dein Liebling seinen Urlaub, während du mal ohne ihn die Welt erkundest?