Welpe knabbert alles an: Das kannst du tun
Ein neuer Mitbewohner ist eingezogen! Die Freude über deinen kleinen Vierbeiner ist riesig, doch schon nach kurzer Zeit stellst du fest: Dein Welpe knabbert alles an. Ob Schuhe, Möbel oder sogar deine Hände – nichts scheint vor den spitzen Milchzähnen sicher zu sein.
In diesem Beitrag erfährst du, warum dein Hund dieses Verhalten zeigt, wie du ihm das Knabbern an Gegenständen abgewöhnen kannst und welche Hilfsmittel wirklich helfen.
Zusammenfassung
- Welpen knabbern alles an, weil es ihnen hilft, die Welt zu erkunden, Stress abzubauen oder den Zahnwechsel zu erleichtern.
- Biete deinem Hund erlaubte Alternativen wie Kauspielzeug an und setze klare Grenzen.
- Das Kaubedürfnis deines Welpen lässt meist ab dem 6. oder 7. Lebensmonat nach.
Warum knabbert mein Welpe alles an?
Es ist völlig normal, dass ein kleiner Welpe beißt und viel knabbert. Für deinen Liebling ist das Maul wie für uns die Hände: Er nutzt es, um Dinge zu untersuchen.
Die Gründe sind vielfältig:
- Zahnwechsel: Zwischen der 16. und 20. Lebenswoche fallen beim Zahnwechsel die Milchzähne aus. Das Zahnfleisch juckt, und das Knabbern verschafft Linderung.
- Neugier: Dein Junghund möchte alles kennenlernen.
- Stress und Überforderung: Wenn Situationen im Alltag zu viel werden, beruhigt das Kauen das Nervensystem deines Lieblings.
- Spiel und Aufmerksamkeit: Dein Welpe lernt schnell, dass du umgehend reagierst, wenn er beispielsweise deine Couch attackiert.
Tatsächlich besagt eine Regel, die 3-3-3-Regel, dass ein Hund 3 Tage zur Orientierung, 3 Wochen zur Eingewöhnung und 3 Monate braucht, um sich als Teil deiner Familie zu fühlen. Gerade in dieser Zeit knabbert dein Welpe viel – das ist Teil seiner Entwicklung. In dieser Zeit des Zusammenlebens ist Geduld dein wichtigster Begleiter.
Ist es schädlich, wenn mein Welpe knabbert?
Grundsätzlich ist das Nagen ganz natürlich. Gefährlich wird es aber dann, wenn dein Junghund Stromkabel erwischt oder Dinge verschluckt. Daher solltest du in deinem Zuhause besonders auf eine welpenfreundliche Umgebung achten und deinen Vierbeiner immer gut im Blick behalten.
Das nagen Welpen gern an
Dein Welpe nagt alles an, was spannend ist, z. B.:
- Holz: Er knabbert an Türen oder dem Türrahmen, Tisch- oder Stuhlbeinen oder nimmt sich die Füße deiner Weichholzkommode vor.
- Textilien: Ob Decke, Schuhe, Teppich oder Hose – alles wird probiert.
- Körperteile: Er knabbert gern an deinen Fingern, am Ohr oder im Gesicht.
- Hundezubehör: Auch die Leine, sein Geschirr, die Hundebox oder das Körbchen sind nicht sicher.
- Möbel: Viele Welpen knabbern auch gern an Sofas, Tapeten und losen Gegenständen.
- Metall und Steine: Manche Welpen lieben den Widerstand von Metall oder Steinen.
Mein Welpe knabbert an mir: Darf er das?
Ein klares Nein! Dein Welpe muss die Beißhemmung erst lernen. Wenn er beim Streicheln knabbert oder nach deinen Händen schnappt, unterbrich das Spiel sofort.
Ein kurzes "Aua" und dein Weggehen zeigen ihm deutlich die Grenzen auf. Bleibe konsequent: So kannst du sein Verhalten gezielt trainieren.
Mein Welpe knabbert an Pfoten und Beinen: Was hat das zu bedeuten?
Dein Welpe knabbert an sich selbst? Ein solches körperbezogenes Verhalten kann, aber muss nicht immer ein Grund zur Sorge sein. Knabbert dein Welpe an seinen Pfoten und Beinen, den Hinterläufen oder insgesamt an seinem Fell, dann beobachte, ob dies mit
- Juckreiz (was z. B. auf eine Allergie oder Parasiten hindeuten könnte),
- orthopädischen Problemen,
- Schmerzen,
- Stress oder aber einfach
- Gewohnheit zusammenhängt.
Gelingt es dir nicht, die Ursache herauszufinden oder vermutest du gesundheitliche Ursachen, wende dich am besten an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
Unser Tipp: Versucht dein Welpe auch an seinen Krallen oder der Wolfskralle zu knabbern oder zu lecken? Das könnte auch auf ein Pflegeproblem hindeuten. Vielleicht müssen die Krallen gekürzt werden oder es gibt eine kleine Verletzung? Schau genau hin, denn vielleicht kannst du mit dem Krallenknipser oder passender Wundversorgung leicht helfen.
Unser Welpe knabbert an der Leine: Sollte ich das verhindern?
Wenn der Welpe an der Leine knabbert, ist das oft ein Zeichen von Frust oder spielerischer Aufregung. Tausche die Leine am besten gegen ein Spielzeug oder einen Kauartikel für Welpen aus, um den Fokus umzulenken.
Hilfe, mein Welpe nagt Kabel an – was kann ich tun?
Dein Welpe knabbert Kabel an? Das ist ein absolutes No-Go, denn hier herrscht Lebensgefahr! Sichere alle Stromkabel mit Schutzrohren oder räume sie außer Reichweite. Als Hausmittel kannst du auch Fernhaltesprays nutzen, die auf unangenehme Gerüche setzen, um deinen Hund abzuwehren, doch die physische Sicherung ist der beste Weg.
Mein Welpe knabbert Möbel an: Sollte ich das unterbinden?
Definitiv! Wenn dein Welpe Möbel wie die Couch anknabbert oder den Türrahmen anknabbert, solltest du sofort eingreifen. Biete ihm stattdessen eine Alternative wie einen Kauartikel für Welpen an.
Max vom Wir lieben HUNTER Team:
"Als Bailey noch ein Welpe war, hat er wirklich alles angeknabbert, von Schuhen bis zum Tischbein. Erst als ich ihm gezielt Kauspielzeug angeboten habe und darauf geachtet habe, dass er genug Ruhe bekommt, wurde es besser.”
Was kann ich tun, wenn mein Welpe knabbert?
Das Zauberwort heißt Alternativen bieten. Strafen sind wenig effektiv, konsequentes Handeln hingegen schon. Daher haben wir 5 Tipps für ein entspanntes Miteinander für dich und deine Knabbernase:
- Kauspielzeug anbieten: Ein Kauartikel für Welpen oder ein Kong-Spielzeug für Welpen befriedigen das Kaubedürfnis.
- Ruhephasen fördern: Ein überdrehter Welpe knabbert mehr. Achte daher auf genug Ruhe.
- Ausreichend Beschäftigung bieten: Dein unterforderter Welpe tendiert eher zum Kauen als wenn er ausgelastet ist. Wichtig sind altersgerechte Spaziergänge, viel Spiel und Training sowie mentale Auslastung.
- Korrektes Abbruchsignal: Nutze ein festes Wort oder Kommando wie "Nein", um zu signalisieren, dass sein Verhalten unerwünscht ist.
- Positive Verstärkung: Wenn dein Hund hört, solltest du ihn sofort loben.
Unser Tipp: Sollte das exzessive Knabber-Verhalten trotz Training anhalten, kann eine professionelle Hundetrainerin oder ein Hundetrainer wertvolle Tricks und Hilfe bieten, um den richtigen Umgang mit dem Knabbern zu finden oder es zu unterbinden.
Checkliste: So machst du dein Haus sicher vor knabbernden Welpen
Um Probleme beim Alleinbleiben oder im Alltag zu vermeiden, hilft eine gute Vorbereitung:
- Kabel und Steckdosen sichern: Nutze Schutzrohre und Kindersicherungen für deine Steckdosen.
- Schuhe wegräumen: Verräume Sachen, die nicht gebissen oder angeknabbert werden sollen.
- Gefahrenquellen entfernen: Achte darauf, dass er sich an scharfen Kanten, die zum Knabbern einladen, nicht verletzen kann.
- Alternativen bereitstellen: Biete ihm Aritkel zum Kauen oder Kauspielzeuge für Welpen an, die für seine Zähne sinnvoll sind und beruhigend auf ihn wirken.
Wie lange knabbert mein Welpe alles an?
Die gute Nachricht: Es geht vorbei! Meist endet diese Phase mit dem Abschluss des Zahnwechsels rund um den 7. Lebensmonat. Dabei kann das Knabbern deines Welpen je nach Alter, Hunderasse, Erziehung und Beschäftigung variieren.
Typischer Verlauf bei knabbernden Welpen:
- 8–16 Wochen: intensives Knabbern und Erkunden
- 4–6 Monate: der Zahnwechsel setzt ein (stärkstes Kaubedürfnis)
- ab 6 Monaten: das knabbernde Verhalten lässt langsam nach
Ein erwachsener Hund hat meist kein extremes Bedürfnis mehr danach, sofern er körperlich und geistig ausgelastet ist.
Fazit: Dass dein Welpe viel knabbert, gehört zum Erwachsenwerden dazu. Ob dein Welpe an Möbeln, Händen, Pfoten oder Kabeln knabbert – dahinter stecken immer nachvollziehbare Gründe wie Neugier, Zahnwechsel oder Stress. Mit Geduld und Verständnis, den richtigen Kauartikeln für Welpen sowie klaren Grenzen kannst du diese Phase meistern. Wie ist es dir gelungen, das Knabbern deines Lieblings in die richtigen Bahnen zu lenken? Erzähl uns davon!