description de la race et fiche descriptive
Aussehen des Pudels: Vier Arten
Als Vorfahre des Pudels gilt der Barbet, mit dem der Pudel auch sein lockiges Fellkleid gemein hat, welches ihn gut vor Kälte und Nässe schützt. Das Fell des Pudels ist gelockt, gekräuselt und dicht. Es fühlt sich wollig und weich an und macht den Pudel so kuschelig. Die Fellfarbe der Vierbeiner variiert: Von Schwarz und Weiß, über ein sattes und gleichmäßiges Braun und Grau. Auch Apricot oder Rotfalb kann die Farbe eines Pudels sein.
Welche Pudelrassen gibt es?
Der Pudel wird als Großpudel, Kleinpudel, Zwergpudel und Toypudel gezüchtet. Das Erscheinungsbild der vier Varietäten ist ähnlich, lediglich in ihrer Widerristhöhe und in ihrem Gewicht unterscheiden sie sich voneinander. Alle vier Pudelarten werden von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) und dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) als Rasse anerkannt:
- Der Großpudel ist auch als Königspudel bekannt und gilt als der größte Vertreter der Rasse. Er erreicht eine Widerristhöhe von 45–60 cm und ein Gewicht von 30 kg.
- Der Kleinpudel wird zwischen 35–45 cm groß und etwa 17 kg schwer.
- Der Zwergpudel stellt mit einer Widerristhöhe von 28–35 cm die kompaktere Version des Kleinpudels dar und bringt etwa 6 kg auf die Waage.
- Der Toypudel ist mit einer Widerristhöhe von 23–28 cm und etwa 3 kg ein Leichtgewicht und die kleinste der vier anerkannten Pudelarten.
Eine nicht anerkannte und stark kritisierte Miniatur-Züchtung ist der “Teacup”-Pudel. Dieser ist nochmal deutlich kleiner als ein Toypudel und gilt als Qualzucht, da diese Mini-Verpaarungen ein sehr hohes Gesundheitsrisiko in sich tragen und Fehlbildungen weiter vererben.
Pflege des Pudels: Frisch vom Hundefriseur
Ein edler und eleganter Look ist das Markenzeichen des Pudels. Da Pudel keine Haare verlieren, wächst ihr Fell ungehindert. Ihre Fellpflege ist daher besonders wichtig, damit keine Verfilzungen entstehen, die wiederum Entzündungen zur Folge haben könnten. Du solltest deinen Pudel täglich bürsten. Zusätzlich muss das Fellkleid deines Hundes regelmäßig geschoren werden. Einen Besuch beim Hundefriseur kannst du nutzen und deinen Liebling mit einer Pudelfrisur verschönern. Und auch wenn dein Pudel Wasser liebt, sollte er nur bei groben Verschmutzungen gebadet werden. Badest du deinen Pudel zu häufig, wird dadurch die natürliche Schutzfunktion von Haar und Haut gestört.
Pudelschur: Klassisch bis modern gestylt
Der Pudel ist nicht nur für sein kluges Wesen bekannt, sondern auch für sein besonderes, lockiges Fell, das regelmäßig geschoren werden sollte. Dabei stehen dir verschiedene Schurarten zur Auswahl – von naturbelassen, funktional bis modisch. Welche Frisur du wählst, hängt von deinem Geschmack, dem gewünschten Pflegeaufwand und gegebenenfalls auch von Show-Vorgaben ab. Die bekanntesten sind:
- Modern-Clip (Modeschur): Die pflegeleichte und natürliche Schurvariante ist bei Familien- und Begleithunden besonders beliebt, da sie die Proportionen des Pudels betont.
- T-Clip: Diese moderne Variante der Modeschur mit geschorenen Ohren und Rute ist besonders pflegeleicht. Sie erinnert an die ursprüngliche Karakulschur von Hans Thum und eignet sich gut für sportliche, aktive Pudel.
- Puppy-Clip (Welpen-Schur): Ursprünglich für junge Pudel gedacht, hat sich diese auch bei erwachsenen Hunden etabliert. Das Fell bleibt lang, wird aber in Form gebracht.
- Scandinavian Clip: Ein aufwendiger Schnitt für Showpudel mit besonders vielen Haaren und fester Haarstruktur. Sie eignet sich gut, um kleinere Mängel zu kaschieren.
- Continental Clip (Löwenschur): Der Klassiker für Ausstellungen und vor allem bei Großpudeln beliebt. Sie erfordert viel Fachwissen und Pflegeaufwand, bringt jedoch Muskulatur und Gangwerk besonders zur Geltung.
- Saddle Clip: International anerkannte Schurart mit klaren Linien und Betonung der Rückenpartie. Wird seltener gezeigt, aber ist optisch sehr eindrucksvoll.
- Teddy-Bear-Clip: Ein reiner Liebhaberschnitt aus den USA, besonders niedlich durch das rundlich geschnittene Gesicht und den kleinen Bart. Ideal für Menschen, die den Kuschelfaktor betonen möchten.
- Miami Clip: Der Körper wird kurz geschoren, lediglich Krone, Ohren und Beinpuschel bleiben länger. Pflegeleicht und sommerlich – immer mehr im Kommen.
Ernährung des Pudels: Die richtige Futtermenge macht’s
Passe die Futtermenge an die Größe deines Pudels an. Deinem Pudel Welpen kannst du das Futter geben, das er schon vom Züchter kennt. Wenn der Umstieg auf das Futter für den ausgewachsenen Pudel ansteht, kannst du dir Tipps vom Tierarzt oder dem Züchter einholen oder dich im Fachhandel informieren. Wichtig ist, dass du auf eine hochwertige Ernährung achtest, die Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine beinhaltet, mit denen dein Liebling lange satt, glücklich und bewegungsfreudig bleibt.
Treuer Charakter: Umgänglich und menschenbezogen
Der Pudel bringt viele gute Charaktereigenschaften mit, die ihn zu einem freundlichen und aufmerksamen Familienhund machen. Er ist verspielt und kommt gut mit Kindern aus. Seine überdurchschnittliche Intelligenz macht den Alltag für Frauchen und Herrchen mit ihm sehr abwechslungsreich, aber nicht kompliziert, denn der gelehrige Hund zeichnet sich auch durch seinen Gehorsam aus.
Zusammenleben mit dem Pudel: Ein harmonischer Mitbewohner
Der Pudel ist sehr menschenbezogen und deshalb gut als Familien- oder Begleithund geeignet. Da diese liebe Hunderasse sehr anpassungsfähig ist, kannst du deinen Pudel mit genügend Bewegung sowohl in einem Haus als auch in einer Wohnung in der Stadt halten. Nicht nur seiner Familie, auch Fremden gegenüber zeigt sich der gehorsame Pudel aufgeschlossen. Ein weiterer Vorteil dieser Rasse: Die Hunde gelten als hypoallergen und riechen weniger stark. Denn weil sie kaum haaren, sollen sie sich für Allergiker besser eignen als andere Hunderassen. Wenn du oder deine Familienangehörigen unter einer Allergie leiden, ist es dennoch ratsam, sich vor der Anschaffung eures neuen Begleiters vorab durch Tests abzusichern. Besuche beispielsweise die Elterntiere eures künftigen Welpen beim Züchter und beobachte, ob eine allergische Reaktion auftritt.
Gesundheit des Pudels
Der Pudel hat eine Lebenserwartung von 12–15 Jahren und gerade die kleineren Pudel können mitunter noch älter werden. Mit einer liebevollen und artgerechten Haltung hast du die Gesundheit deines Hundes stets im Blick. Einige rassetypische Krankheiten entwickeln sich jedoch leider bei dem ein oder anderen Tier.
Dazu gehören:
- Progressive Retinaatrophie: Dabei handelt es sich um eine erblich bedingte Augenkrankheit, die zur Erblindung führt.
- Katarakt (Grauer Star): Von dieser Augenkrankheit können Pudel im höheren Alter betroffen sein.
- Hüftgelenksdysplasie: Die Erkrankung der Hüftgelenke tritt bei Großpudeln auf.
- Patellaluxation: Vor allem Zwergpudel und Toypudel sind von dieser Krankheit betroffen, bei der die Kniescheibe verrutschen kann.
Geschichte: Wofür wurden Pudel gezüchtet?
Vorhang auf, hier kommt der Pudel! In seinem Herkunftsland Frankreich ist die Rasse als “Caniche” bekannt. Die extravaganten Hunde waren einst als Wasserhunde bei der Wasserjagd auf Enten im Einsatz. In Deutschland leitet sich der Name des Jagdhundes vom altdeutschen Wort “puddeln” ab, was so viel wie “im Wasser plätschern” (bzw. “planschen”) bedeutet. Im 19. Jahrhundert war der Pudel nicht mehr als Jagdhund, sondern als Zirkushund bekannt. Mit seinem majestätischen Auftreten und seiner Lernwilligkeit sorgte er für ein begeistertes Publikum. Und auch Adelige haben die Rasse als Mode- und Gesellschaftshund für sich entdeckt. Der vielseitige Vierbeiner hat jedoch weit mehr zu bieten und gilt heute wegen seines freundlichen und intelligenten Wesens als idealer Familienhund, der auch für Anfänger geeignet ist.
Erziehung des Pudels
Wie bei jedem Welpen musst du auch deinem Pudel zunächst beibringen, stubenrein zu werden. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen, aber der Pudel ist ein sehr gelehriger und leicht erziehbarer Hund, der nicht zu Dominanzverhalten neigt oder dazu tendiert, seinen Kopf mit allen Mitteln durchzusetzen. Ein Besuch in der Hundeschule lohnt sich, um deinen Vierbeiner auf Schnupperkurs mit anderen Artgenossen zu schicken. Eine frühe Sozialisierung hat den Vorteil, dass dein Pudel auch mit anderen Tieren harmonisch zusammenleben kann.
Beschäftigung: Aktiv an Land und im Wasser
Wie viel Auslauf braucht ein Pudel? Wie jeder Hund braucht auch der Pudel seine regelmäßigen Spaziergänge und freut sich als Wasserhund über das Schwimmen und Planschen im Wasser genauso sehr wie über das Spielen an Land. Zusätzlich zum täglichen Auslauf kannst du deinen tierischen Begleiter mit Spielen und Hundesport bei Laune halten. Aktivitäten wie
- Apportieren,
- Obedience,
- Wasserspiele
- oder Agility
Pudel kaufen: Züchter in Deutschland finden
Beim Kauf eines Welpen solltest du als zukünftiger Hundehalter darauf achten, dass der Züchter nach den rassespezifischen Standards arbeitet. Ganz gleich, ob Toy-, Zwerg-, Klein- oder Großpudel: Die Welpen sollten gut sozialisiert, geimpft und entwurmt sein. Du findest online Pudel Welpen von seriösen Züchtern oder auch ausgewachsene Pudel und Pudel-Mixe aus dem Tierheim, die ein neues Zuhause suchen. Informiere dich ansonsten über aktuelle Pudel-Würfe beim Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), beim Allgemeinen Deutschen Pudelclub e. V. (ADP) oder beim Deutschen Pudel-Klub e. V. (DPK). Ein Besuch der Zuchtstätte gibt dir einen ersten Eindruck über die Haltungsbedingungen und die Fürsorge der Züchter.
Preis: Was kostet ein Pudel?
Die Kosten für einen Pudelwelpen von einem seriösen Züchter liegen in der Regel zwischen 1.000 und 4.000 Euro. Der genaue Preis hängt von der Größe (Toy-, Zwerg-, Klein- oder Großpudel), der Zuchtlinie und den Farben ab. Besonders beliebte Fellfarben wie Silber, Apricot oder Harlekin können den Preis zusätzlich beeinflussen.